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MPU HilfeVerkehrspsychologen
Nach wie vor gilt die MPU als schlimmste Bestrafung, die im Straßenverkehr ausgesprochen wird. Doch sorgt diese Untersuchung auch dafür, dass nur diejenigen Menschen mit dem Auto unterwegs sein dürfen, die dafür geeignet sind, zu fahren. Eine MPU wird natürlich nicht grundlos angeordnet, wenn allerdings Trunkenheitsfahrten stattfinden oder ein Autofahrer für seinen Drogenbesitz bekannt ist, dann gilt er gemeinhin als fahruntüchtig. Das wiederum bedeutet, dass die MPU angeordnet wird, um zu überprüfen, ob er in der Lage ist, ein Fahrzeug sicher zu führen.Bei der MPU macht das psychologische Gespräch mit einem Verkehrspsychologen den größten Teil der Untersuchung aus. Gut 45 Minuten dauert dieses Gespräch an. Darin wird hinterfragt, wie es zum Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung kommen konnte und was der Fahrer gedenkt, in Zukunft zu tun, um weitere Probleme dieser Art zu umgehen. Wichtig ist, dass allgemeingültige Antworten á la „Drogen sind schädlich" nicht zu einem positiven Gutachten durch den Psychologen führen werden. Vielmehr hinterfragt er genau die Gründe für den Verstoß. So soll herausgefunden werden, ob es sich um eine einmalige Angelegenheit handelte oder ob bereits eine Sucht nach Alkohol oder Drogen besteht. In letzterem Fall kann kein positives Gutachten ausgestellt werden.
Die Verkehrspsychologen müssen in diesem Gespräch einen bestimmten Fragenkatalog abarbeiten. Dieser ist bundesweit einheitlich gültig und soll Aufschluss über die Fahrtüchtigkeit des Einzelnen geben. Wichtig ist dabei, dass gesehen wird, dass sich der Fahrer mit dem Thema auseinandergesetzt hat und dass er Lösungen parat hält, wie er künftig ähnliche Probleme vermeiden will. Nur so kann er seine Fahrtüchtigkeit letztlich beweisen.