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MPU HilfeMedizinisch psychologisches Gutachten
Die MPU steht als Kürzel für die medizinisch psychologische Untersuchung. Im Volksmund ist sie bekannter als Idiotentest, was einen geschichtlichen Hintergrund hat. Denn einst wurde man zur MPU geschickt, wenn man mehr als drei Mal bei der Führerscheinprüfung durchgefallen war. Allerdings sind diese Zeiten längst vorbei, nur der Name des Idiotentests hat sich bis in die heutige Zeit halten können. Die MPU wird meist dann angeordnet, wenn gegen eine Regel der Straßenverkehrsordnung verstoßen wurde. Besonders häufige Gründe sind das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Aber auch beim reinen Drogenbesitz kann eine MPU notwendig werden, selbst wenn nie unter Drogen gefahren wurde.Als Ergebnis der medizinisch psychologischen Untersuchung, wird ein medizinisch psychologisches Gutachten erstellt. Dieses soll Aufschluss darüber geben, ob der Fahrer in der Lage ist, ein Fahrzeug zu führen und sich an die allgemein gültigen Regeln zu halten. Um ein solches medizinisch psychologisches Gutachten erstellen zu können, muss allerdings zunächst ein psychologisches Gespräch erfolgen. In diesem arbeitet der Gutachter, meist ein Verkehrspsychologe einen ganzen Katalog an unterschiedlichen Fragen ab. Dieser Katalog ist bundesweit einheitlich geregelt und dient vor allem der Feststellung, ob eine Sucht nach Alkohol oder Drogen besteht, bzw. ob der Fahrer in der Lage ist, zwischen richtig und falsch im Straßenverkehr zu unterscheiden.
Dabei erwarten die Gutachter allerdings mehr, als nur allgemein gültige Aussagen. Sie wollen deutlich erkennen, dass der Prüfling sich seinen Problemen stellt und aktiv nach Lösungen sucht. Erst dann kann ein positives medizinisch psychologisches Gutachten erstellt werden, das die Grundlage für die Wiedererteilung des Führerscheins ist.